【原語で読むグリム童話】眠れる森の美女=Dornröschen (いばら姫)【和訳】

眠れる森の美女 留学&ドイツ情報

グリム童話といえば200年前にドイツでグリム兄弟が色々な地域にあった物語をまとめた童話集で、日本でも広く親しまれています。

ただ私たちが普段目にするのは完全に日本語訳されているものだけなので、原語であるドイツ語では実際のところどう書いてあるか、興味があったため、これから一文ずつ訳していき、実際のドイツ語のニュアンスに近い形を目指して日本語訳してみたいと思います。

今回はいばら姫や眠り姫、また眠れる森の美女の原作としても知られるDornröschenに挑戦したいと思います。

(※原作はドイツで18世紀に作られているので著作権切れしています)

間違いやより良い訳があったら教えていただけると大変嬉しいです。また文中に出てくるweißen Frauenについてなかなか良い訳が見つからなかったので良い訳があればそれも是非教えていただきたいです。

(ページ下部に日本語のみ、ドイツ語のみも載せておきました。)

それではまずはドイツ語と日本語を両方併記して訳していきたいと思います。

f:id:praktischer:20190619045502j:image

Dornröschen(ドイツ語と日本語併記)

Vor Zeiten war ein König und eine Königin, die sprachen jeden Tag „ach, wenn wir doch ein Kind hätten!“ und kriegten immer keins.

昔々あるところに王様と王妃がいて、二人は毎日

“ああ、私たちに子どもがいたらなあ”

と言っていましたが、いつまでも子どもが出来ませんでした。

Da trug sich zu, als die Königin einmal im Bade saß, daß ein Frosch aus dem Wasser ans Land kroch und zu ihr sprach, „dein Wunsch wird erfüllt werden, ehe ein Jahr vergeht, wirst du eine Tochter zur Welt bringen.“

不思議なことに、ある時王妃が浴室に座っていたところ、一匹のカエルが水から出てきて彼女にこう言いました

“あなたの願いは一年も経たないうちに叶えられるでしょう。”

Was der Frosch gesagt hatte, das geschah, und die Königin gebar ein Mädchen, das war so schön, daß der König vor Freude sich nicht zu lassen wußte und ein großes Fest anstellte.

そのカエルが言ったようにとてもかわいい女の子が生まれ、王様は大喜びするだけでなく、盛大な祝宴をしました。

Er ladete nicht blos seine Verwandte, Freunde und Bekannte, sondern auch die weisen Frauen dazu ein, damit sie dem Kind hold und gewogen wären.(良い訳があればお願いします)

王様は親戚や友人や知人だけでなく、魔女達(weißen Frauen)をも招待しました。

Es waren ihrer dreizehn in seinem Reiche, weil er aber nur zwölf goldene Teller hatte, von welchen sie essen sollten, so mußte eine von ihnen daheim bleiben.

国には13人の魔女がいましたが、王様は食事をする黄金のお皿を12皿しか持っていなかったので、1人を故郷に留まらせなければなりませんでした。

Das Fest ward mit aller Pracht gefeiert, und als es zu Ende war, beschenkten die weisen Frauen das Kind mit ihren Wundergaben: die eine mit Tugend, die andere mit Schönheit, die dritte mit Reichthum, und so mit allem, was auf der Welt zu wünschen ist.

お祝いはとても華やかに祝われ、終わりに魔女達は女の子のために魔法の贈り物をしました。

ある者は徳を、またある者は美しさを、またある者は富を、

というようにこの世で望まれることは全て身につくよう魔法をかけました。

Als elfe ihre Sprüche eben getan hatten, trat plötzlich die dreizehnte herein.

11番目の魔女が魔法をかけた時、突然13番目の魔女が中へ入ってきました。

Sie wollte sich dafür rächen daß sie nicht eingeladen war, und ohne jemand zu grüßen oder nur anzusehen,rief sie mit lauter Stimme

彼女は招待されなかったことの仕返しをしたかったのです。そして誰を見ることも、誰にも挨拶することもなく大きな声でこう言いました、

 „die Königstochter soll sich in ihrem funfzehnten Jahr an einer Spindel stechen und todt hinfallen. “

“王の娘は15歳の時、紡錘が刺さり死ぬだろう”と。

Und ohne ein Wort weiter zu sprechen kehrte sie sich um und verließ den Saal.

そして他に何も言わず広間を去りました。

Alle waren erschrocken, da trat die zwölfte hervor, die ihren Wunsch noch übrig hatte und weil sie den bösen Spruch nicht aufheben, sondern nur ihn mildern konnte, so sagte sie „es soll aber kein Tod sein, sondern ein hundertjähriger tiefer Schlaf, in welchen die Königstochter fällt.“

みんなが驚いていたところ、まだ魔法をかけていなかった12番目の魔女がやってきました。

そしてこの悪い魔法を無くすことは出来ませんでしたが、

“王の娘は死ぬのではなく、100年の深い眠りに着くだろう。”

と言い、悪い魔法を和らげることが出来ました。

Der König, der sein liebes Kind vor dem Unglück gern bewahren wollte, ließ den Befehl ausgehen, daß alle Spindeln im ganzen Königreiche sollten verbrannt werden.

王様は愛する娘をこの不幸から守りたかったので、魔女達の全ての紡錘を燃やすよう命令しました。

An dem Mädchen aber wurden die Gaben der weisen Frauen sämmtlich erfüllt, denn es war so schön, sittsam, freundlich und verständig, daß es jedermann, der es ansah, lieb haben mußte.

王の娘は魔女たちが魔法をかけた通り、美しく、礼儀正しく、親切で賢く、全ての天分を持った、誰もが一目みたら愛してしまうような娘に育ちました。

Es geschah, daß an dem Tage, wo es gerade funfzehn Jahr alt ward, der König und die Königin nicht zu Haus waren, und das Mädchen ganz allein im Schloß zurückblieb.

王の娘が15歳の時、王や王妃がお城にいなくて王の娘が全く一人でいた時、それは起こりました。

Da gieng es aller Orten herum, besah Stuben und Kammern, wie es Lust hatte, und kam endlich auch an einen alten Thurm.

彼女は気の向くままに城中を歩き回り、沢山の部屋を覗き周り、そしてついに古い塔にもたどり着きました。

Es stieg die enge Wendeltreppe hinauf, und gelangte zu einer kleinen Thüre.

狭い螺旋階段を上へ登ると小さな扉に着きました。

In dem Schloß steckte ein verrosteter Schlüssel, und als es umdrehte, sprang die Thüre auf,

und saß da in einem kleinen Stübchen eine alte Frau mit einer Spindel und spann emsig ihren Flachs.

鍵穴には錆びた鍵が刺さっていて、その鍵を回したら扉が開きました。そこは小さな部屋で紡錘を持った一人の老婆が座っていて、亜麻をせっせと紡いでいました。

„Guten Tag, du altes Mütterchen,“

 sprach die Königstochter,

 „was machst du da?“

“こんにちは、おばあさん、何をしているの?”

と王の娘が言いました。

„Ich spinne,“

sagte die Alte und nickte mit dem Kopf.

老婆は

“私は亜麻を紡いでいるのです”

と言い、王の娘に会釈をしました。

„Was ist das für ein Ding, das so lustig herumspringt?“ sprach das Mädchen,

“その楽しそうにはね回っているのは一体何ですか?”

と王の娘が言うと、

nahm die Spindel und wollte auch spinnen.

紡錘を取り、彼女も亜麻を紡ごうとしました。

Kaum hatte sie aber die Spindel angerührt, so gieng der Zauberspruch in Erfüllung, und sie stach sich damit in den Finger.

彼女が紡錘に触れるやいなや指に紡錘が刺さり、魔法が実現してしまいました。

In dem Augenblick aber, wo sie den Stich empfand, fiel sie auf das Bett nieder, das da stand, und lag in einem tiefen Schlaf.

チクっと感じた瞬間に彼女はベットに倒れ込み、深い眠りに落ちました。

Und dieser Schlaf verbreitete sich über das ganze Schloß: der König und die Königin, die eben heim gekommen waren und in den Saal getreten waren, fiengen an einzuschlafen, und der ganze Hofstaat mit ihnen.

そしてこの眠りは城中に広がりました。

王様と王女様も城に戻り広間へ入った時眠りに落ち、城中の全ての部下たちも眠りに落ちました。

Da schliefen auch die Pferde im Stall, die Hunde im Hofe, die Tauben auf dem Dache, die Fliegen an der Wand, ja, das Feuer, das auf dem Herde flackerte, ward still und schlief ein,

馬小屋にいる馬、庭の犬、屋根の上の鳩、壁にとまっているハエ、そして暖炉の火さえも静かに眠りに落ちました。

und der Braten hörte auf zu brutzeln, und der Koch, der den Küchenjungen, weil er etwas versehen hatte, in den Haaren ziehen wollte, ließ ihn los und schlief.

焼かれていた肉の火も止まり、見習い料理人が何か間違えていたので彼の髪の毛を引っ張ろうとしていた料理人も眠りに落ちました。

Und der Wind legte sich, und auf den Bäumen vor dem Schloß regte sich kein Blättchen mehr.

そして風は収まり、城の前にある木々の葉っぱも動かなくなりました。

Rings um das Schloß aber begann eine Dornenhecke zu wachsen, die jedes Jahr höher ward, und endlich das ganze Schloß umzog, und darüber hinaus wuchs, daß gar nichts mehr davon zu sehen war, selbst nicht die Fahne auf dem Dach.

城の周りをいばらの垣根が覆い始め、それは毎年高くなり、ついには城中を覆い尽くし、その上、城の屋根にある旗さえも覆い尽くしてしまいました。

Es gieng aber die Sage in dem Land von dem schönen schlafenden Dornröschen, denn so ward die Königstochter genannt,

also daß von Zeit zu Zeit Königssöhne kamen und durch die Hecke in das Schloß dringen wollten.

そしていばら姫と呼ばれた美しい王の娘が眠っているという噂は国中に広まったため、ときおり王子がやってきて垣根を通り越え城の中に入ろうとしました。

Es war ihnen aber nicht möglich, denn die Dornen, als hätten sie Hände, hielten fest zusammen,

und die Jünglinge blieben darin hängen, konnten sich nicht wieder los machen und starben eines jämmerlichen Todes.

しかしいばらはまるで手があるかのように固く結びついていて、若者達はいばらに引っかかり、絡みついたいばらから抜け出すことができなくなり、悲惨な死を迎えました。

Nach langen langen Jahren kam wieder einmal ein Königssohn in das Land, und hörte wie ein alter Mann von der Dornhecke erzählte, es sollte ein Schloß dahinter stehen, in welchem eine wunderschöne Königstochter, Dornröschen genannt, schon seit hundert Jahren schliefe, und mit ihr schliefe der König und die Königin und der ganze Hofstaat.

それから長い長い月日が経った頃、再び、

ある王子が老人からいばらの垣根について聞き、そのお城の中にはいばら姫と名付けられたとても美しい姫とその王と王妃と部下たちが100年前から眠り続けていることを知りました。

Er wußte auch von seinem Großvater daß schon viele Königssöhne gekommen wären und versucht hätten durch die Dornenhecke zu dringen, aber sie wären darin hängen geblieben und eines traurigen Todes gestorben.

彼は彼のおじいさんから既に沢山の王の息子たちがいばらの生け垣の中に入ろうと試みたが、その中に入ったまま悲惨な死を迎えていることも知っていました。

Da sprach der Jüngling

„ich fürchte mich nicht, ich will hinaus und das schöne Dornröschen sehen.“

ある若者が

“僕は中に入って美しいいばら姫を見たいから、怖くなんかない”

と言いました。

Der gute Alte mochte ihm abrathen, wie er wollte, er hörte nicht auf seine Worte.

その良いおじいさんは彼に思いとどまるよう忠告をしましたが、彼は聞く耳を持ちませんでした。

Nun waren aber gerade die hundert Jahre verflossen, und der Tag war gekommen, wo Dornröschen wieder erwachen sollte.

しかしちょうど100年が経ったその日は、いばら姫が再び目を覚ます日でした。

Als der Königssohn sich der Dornenhecke näherte,

waren es lauter große schöne Blumen, die thaten sich von selbst auseinander und ließen ihn unbeschädigt hindurch,

und hinter ihm thaten sie sich wieder als eine Hecke zusammen.

王子がいばらの生け垣に近づいたとき、それはとても大きくて美しい花々でしかなく、自ずと離れ離れになっていき、王子を無傷で通らせ、そして王子の通った後に再び生け垣のように一緒になって閉じました。

Im Schloßhof sah er die Pferde und scheckigen Jagdhunde liegen und schlafen, auf dem Dache saßen die Tauben und hatten das Köpfchen unter den Flügel gesteckt.

城の中庭には馬が座り、まだら模様の猟犬が眠り、屋根の上には翼の下に頭をおろしている鳩がとまっていました。

Und als er ins Haus kam, schliefen die Fliegen an der Wand, der Koch in der Küche hielt noch die Hand, als wollte er den Jungen anpacken, und die Magd saß vor dem schwarzen Huhn, das sollte gerupft werden.

そして王子が家に入ったときには、ハエが壁にとまって寝ていて、厨房の料理人は見習い料理人をつかもうとまだ腕を伸ばしていて、女中は羽をむしとろうとしていた黒い鶏の前に座っていました。

Da gieng er weiter, und sah im Saale den ganzen Hofstaat liegen und schlafen, und oben bei dem Throne lag der König und die Königin.

部下達は広間で横になり眠り、王座には王様と王妃が座って寝ていました。

Da gieng er noch weiter, und alles war so still, daß einer seinen Athem hören konnte, und endlich kam er zu dem Thurm und öffnete die Thüre zu der kleinen Stube, in welcher Dornröschen schlief.

彼自身の息する音が聞こえるくらい何かもが本当に静かでした。そしてついに彼は塔にたどり着きました。いばら姫が眠っている小さな部屋の扉は開きっぱなしでした。

Da lag es und war so schön, daß er die Augen nicht abwenden konnte, und er bückte sich und gab ihm einen Kuß.

いばら姫はとても美しく彼は彼女から目を離せませんでした。そして身をかがめキスをしました。

Wie er es mit dem Kuß berührt hatte, schlug Dornröschen die Augen auf, erwachte, und blickte ihn ganz freundlich an.

なんと彼がキスをしたら、いばら姫は目を覚まし、とても感じよく彼の方に目を向けました。

Da giengen sie zusammen herab,

und der König erwachte und die Königin,

und der ganze Hofstaat, und sahen einander mit großen Augen an.

そして部下達はみな大きな目を開いて見合いました。

Und die Pferde im Hof standen auf und rüttelten sich:

そして庭の馬は起き上がり、ぶるぶると体を揺らしました。

die Jagdhunde sprangen und wedelten:

die Tauben auf dem Dache zogen das Köpfchen unterm Flügel hervor, sahen umher und flogen ins Feld:

die Fliegen an den Wänden krochen weiter:

猟犬は飛び跳ねしっぽを振りました。

屋根の上の鳩は翼の下から頭を起こし、辺りを見渡し野原へと飛び立ちました。

das Feuer in der Küche erhob sich, flackerte: und kochte das Essen: der Braten fieng wieder an zu brutzeln:

キッチンの炎はちらちらと燃え上がり、お肉を再びジュージューと焼き始めました。

und der Koch gab dem Jungen eine Ohrfeige daß er schrie:

und die Magd rupfte das Huhn fertig.

そして料理人は見習い料理人の耳を平手打ちしたので悲鳴をあげ、女中は鶏の毛をむしり終えました。

Und da wurde die Hochzeit des Königssohns mit dem Dornröschen in aller Pracht gefeiert, und sie lebten vergnügt bis an ihr Ende.

そして王子といばら姫の結婚式はとても盛大に行われ、二人はいつまでも楽しんで暮らしました。

日本語のみ

昔々あるところに王様と王妃がいて、二人は毎日

“ああ、私たちに子どもがいたらなあ”

と言っていましたが、いつまでも子どもが出来ませんでした。

不思議なことに、ある時王妃が浴室に座っていたところ、一匹のカエルが水から出てきて彼女にこう言いました

“あなたの願いは一年も経たないうちに叶えられるでしょう。”

そのカエルが言ったようにとてもかわいい女の子が生まれ、王様は大喜びするだけでなく、盛大な祝宴をしました。

王様は親戚や友人や知人だけでなく、魔女達(weißen Frauen)をも招待しました。

国には13人の魔女がいましたが、王様は食事をする黄金のお皿を12皿しか持っていなかったので、1人を故郷に留まらせなければなりませんでした。

お祝いはとても華やかに祝われ、終わりに魔女達は女の子のために魔法の贈り物をしました。

ある者は徳を、またある者は美しさを、またある者は富を、

というようにこの世で望まれることは全て身につくよう魔法をかけました。

11番目の魔女が魔法をかけた時、突然13番目の魔女が中へ入ってきました。

彼女は招待されなかったことの仕返しをしたかったのです。そして誰を見ることも、誰にも挨拶することもなく大きな声でこう言いました、

“王の娘は15歳の時、紡錘が刺さり死ぬだろう”と。

そして他に何も言わず広間を去りました。

みんなが驚いていたところ、まだ魔法をかけていなかった12番目の魔女がやってきました。

そしてこの悪い魔法を無くすことは出来ませんでしたが、

“王の娘は死ぬのではなく、100年の深い眠りに着くだろう。”

と言い、悪い魔法を和らげることが出来ました。

王様は愛する娘をこの不幸から守りたかったので、魔女達の全ての紡錘を燃やすよう命令しました。

王の娘は魔女たちが魔法をかけた通り、美しく、礼儀正しく、親切で賢く、全ての天分を持った、誰もが一目みたら愛してしまうような娘に育ちました。

王の娘が15歳の時、王や王妃がお城にいなくて王の娘が全く一人でいた時、それは起こりました。

彼女は気の向くままに城中を歩き回り、沢山の部屋を覗き周り、そしてついに古い塔にもたどり着きました。

狭い螺旋階段を上へ登ると小さな扉に着きました。

鍵穴には錆びた鍵が刺さっていて、その鍵を回したら扉が開きました。そこは小さな部屋で紡錘を持った一人の老婆が座っていて、亜麻をせっせと紡いでいました。

“こんにちは、おばあさん、何をしているの?”

と王の娘が言いました。

老婆は

“私は亜麻を紡いでいるのです”

と言い、王の娘に会釈をしました。

“その楽しそうにはね回っているのは一体何ですか?”

と王の娘が言うと、

紡錘を取り、彼女も亜麻を紡ごうとしました。

彼女が紡錘に触れるやいなや指に紡錘が刺さり、魔法が実現してしまいました。

チクっと感じた瞬間に彼女はベットに倒れ込み、深い眠りに落ちました。

そしてこの眠りは城中に広がりました。

王様と王女様も城に戻り広間へ入った時眠りに落ち、城中の全ての部下たちも眠りに落ちました。

馬小屋にいる馬、庭の犬、屋根の上の鳩、壁にとまっているハエ、そして暖炉の火さえも静かに眠りに落ちました。

焼かれていた肉の火も止まり、見習い料理人が何か間違えていたので彼の髪の毛を引っ張ろうとしていた料理人も眠りに落ちました。

そして風は収まり、城の前にある木々の葉っぱも動かなくなりました。

城の周りをいばらの垣根が覆い始め、それは毎年高くなり、ついには城中を覆い尽くし、その上、城の屋根にある旗さえも覆い尽くしてしまいました。

そしていばら姫と呼ばれた美しい王の娘が眠っているという噂は国中に広まったため、ときおり王子がやってきて垣根を通り越え城の中に入ろうとしました。

しかしいばらはまるで手があるかのように固く結びついていて、若者達はいばらに引っかかり、絡みついたいばらから抜け出すことができなくなり、悲惨な死を迎えました。

それから長い長い月日が経った頃、再び、

ある王子が老人からいばらの垣根について聞き、そのお城の中にはいばら姫と名付けられたとても美しい姫とその王と王妃と部下たちが100年前から眠り続けていることを知りました。

彼は彼のおじいさんから既に沢山の王の息子たちがいばらの生け垣の中に入ろうと試みたが、その中に入ったまま悲しい死を迎えていることも知っていました。

ある若者が

“僕は中に入って美しいいばら姫を見たいから、怖くなんかない”

と言いました。

その良いおじいさんは彼に思いとどまるよう忠告をしましたが、彼は聞く耳を持ちませんでした。

しかしちょうど100年が経ったその日は、いばら姫が再び目を覚ます日でした。

王子がいばらの生け垣に近づいたとき、それはとても大きくて美しい花々でしかなく、自ずと離れ離れになっていき、王子を無傷で通らせ、そして王子の通った後に再び生け垣のように一緒になって閉じました。

城の中庭には馬が座り、まだら模様の猟犬が眠り、屋根の上には翼の下に頭をおろしている鳩がとまっていました。

そして王子が家に入ったときには、ハエが壁にとまって寝ていて、厨房の料理人は見習い料理人をつかもうとまだ腕を伸ばしていて、女中は羽をむしとろうとしていた黒い鶏の前に座っていました。

部下達は広間で横になり眠り、王座には王様と王妃が座って寝ていました。

彼自身の息する音が聞こえるくらい何かもが本当に静かでした。そしてついに彼は塔にたどり着きました。いばら姫が眠っている小さな部屋の扉は開きっぱなしでした。

いばら姫はとても美しく彼は彼女から目を離せませんでした。そして身をかがめキスをしました。

なんと彼がキスをしたら、いばら姫は目を覚まし、とても感じよく彼の方に目を向けました。

そして部下達はみな大きな目を開いて見合いました。

そして庭の馬は起き上がり、ぶるぶると体を揺らしました。

猟犬は飛び跳ねしっぽを振りました。

屋根の上の鳩は翼の下から頭を起こし、辺りを見渡し野原へと飛び立ちました。

キッチンの炎はちらちらと燃え上がり、お肉を再びジュージューと焼き始めました。

料理人は見習い料理人の耳を平手打ちしたので悲鳴をあげ、女中は鶏の毛をむしり終えました。

そして王子といばら姫の結婚式はとても盛大に行われ、二人はいつまでも楽しんで暮らしました。

ドイツ語のみ

Vor Zeiten war ein König und eine Königin, die sprachen jeden Tag: “Ach, wenn wir doch ein Kind hätten!” und kriegten immer keins. Da trug sich zu, als die Königin einmal im Bade sass, dass ein Frosch aus dem Wasser ans Land kroch und zu ihr sprach: “Dein Wunsch wird erfüllt werden, ehe ein Jahr vergeht, wirst du eine Tochter zur Welt bringen.”

Was der Frosch gesagt hatte, das geschah, und die Königin gebar ein Mädchen, das war so schön, dass der König vor Freude sich nicht zu lassen wusste und ein grosses Fest anstellte. Er ladete nicht bloss seine Verwandte, Freunde und Bekannte, sondern auch die weisen Frauen dazu ein, damit sie dem Kind hold und gewogen wären. Es waren ihrer dreizehn in seinem Reiche, weil er aber nur zwölf goldene Teller hatte, von welchen sie essen sollten, so musste eine von ihnen daheim bleiben.

Das Fest ward mit aller Pracht gefeiert, und als es zu Ende war, beschenkten die weisen Frauen das Kind mit ihren Wundergaben: die eine mit Tugend, die andere mit Schönheit, die dritte mit Reichtum, und so mit allem, was auf der Welt zu wünschen ist. Als elfe ihre Sprüche eben getan hatten, trat plötzlich die dreizehnte herein. Sie wollte sich dafür rächen, dass sie nicht eingeladen war, und ohne jemand zu grüssen oder nur anzusehen, rief sie mit lauter Stimme: “Die Königstochter soll sich in ihrem fünfzehnten Jahr an einer Spindel stechen und tot hinfallen.” Und ohne ein Wort weiter zu sprechen, kehrte sie sich um und verliess den Saal. Alle waren erschrocken, da trat die zwölfte hervor, die ihren Wunsch noch übrig hatte, und weil sie den bösen Spruch nicht aufheben, sondern nur ihn mildern konnte, so sagte sie: “Es soll aber kein Tod sein, sondern ein hundertjähriger tiefer Schlaf, in welchen die Königstochter fällt.”

Der König, der sein liebes Kind vor dem Unglück gern bewahren wollte, liess den Befehl ausgehen, dass alle Spindeln im ganzen Königreiche verbrannt werden. An dem Mädchen aber wurden die Gaben der weisen Frauen sämtlich erfüllt, denn es war so schön, sittsam, freundlich und verständig, dass es jedermann, er es ansah, lieb haben musste. Es geschah, dass an dem Tage, wo es gerade fünfzehn Jahr alt ward, der König und die Königin nicht zu Haus waren, und das Mädchen ganz allein im Schloss zurückblieb. Da ging es allerorten herum, besah Stuben und Kammern, wie es Lust hatte, und kam endlich auch an einen alten Turm. Es stieg die enge Wendeltreppe hinauf, und gelangte zu einer kleinen Türe. In dem Schloss steckte ein verrosteter Schlüssel, und als es umdrehte, sprang die Türe auf, und sass da in einem kleinen Stübchen eine alte Frau mit einer Spindel und spann emsig ihren Flachs.

“Guten Tag, du altes Mütterchen,” sprach die Königstochter, “was machst du da?” – “Ich spinne,” sagte die Alte und nickte mit dem Kopf .”Was ist das für ein Ding, das so lustig herumspringt?” sprach das Mädchen, nahm die Spindel und wollte auch spinnen. Kaum hatte sie aber die Spindel angerührt, so ging der Zauberspruch in Erfüllung, und sie stach sich damit in den Finger. In dem Augenblick aber, wo sie den Stich empfand, fiel sie auf das Bett nieder das da stand, und lag in einem tiefen Schlaf.

Und dieser Schlaf verbreite sich über das ganze Schloss: der König und die Königin, die eben heimgekommen waren und in den Saal getreten waren, fingen an einzuschlafen und der ganze Hofstaat mit ihnen. Da schliefen auch die Pferde im Stall, die Hunde im Hofe, die Tauben auf dem Dache, die Fliegen an der Wand, ja, das Feuer, das auf dem Herde flackerte, ward still und schlief ein, und der Braten hörte auf zu brutzeln, und der Koch, der den Küchenjungen, weil er etwas versehen hatte, in den Haaren ziehen wollte, liess ihn los und schlief. Und der Wind legt sich, und auf den Bäumen vor dem Schloss regte sich kein Blättchen mehr. Rings um das Schloss aber begann eine Dornenhecke zu wachsen, die jedes Jahr höher ward, und endlich das ganze Schloss umzog und darüber hinauswuchs, dass gar nichts davon zu sehen war, selbst nicht die Fahne auf den Dach.

Es ging aber die Sage in dem Land von dem schönen schlafenden Dornröschen, denn so ward die Königstochter genannt, also dass von Zeit zu Zeit Königssöhne kamen und durch die Hecke in das Schloss dringen wollten. Es war ihnen aber nicht möglich, denn die Dornen, als hätten sie Hände, hielten fest zusammen, und die Jünglinge blieben darin hängen, konnten sich nicht wieder losmachen und starben eines jämmerlichen Todes.

Nach langen Jahren kam wieder einmal ein Königssohn in das Land, und hörte, wie ein alter Mann von der Dornenhecke erzählte, es sollte ein Schloss dahinter stehen, in welchem eine wunderschöne Königstochter, Dornröschen genannt, schon seit hundert Jahren schliefe, und mit ihr der König und die Königin und der ganze Hofstaat. Er wusste auch von seinem Grossvater, dass schon viele Königssöhne gekommen wären und versucht hätten, durch die Dornenhecke zu dringen, aber sie wären darin hängengeblieben und eines traurigen Todes gestorben. Da sprach der Jüngling: “Ich fürchte mich nicht, ich will hinaus und das schöne Dornröschen sehen.” Der gute Alte mochte ihm abraten, wie er wollte, er hörte nicht auf seine Worte. Nun waren aber gerade die hundert Jahre verflossen, und der Tag war gekommen, wo Dornröschen wieder erwachen sollte. Als der Königssohn sich der Dornenhecke näherte, waren es lauter grosse schöne Blumen, die taten sich von selbst auseinander und liessen ihn unbeschädigt hindurch, und hinter ihm taten sie sich wieder als Hecke zusammen. Im Schlosshof sah er die Pferde und scheckigen Jagdhunde liegen und schlafen, auf dem Dach sassen die Tauben und hatten das Köpfchen unter den Flügel gesteckt. Und als er ins Haus kam, schliefen die Fliegen an der Wand, der Koch in der Küche hielt noch die Hand, als wollte er den Jungen anpacken, und die Magd sass vor dem schwarzen Huhn, das sollte gerupft werden.

Da ging er weiter und sah im Saale den ganzen Hofstaat liegen und schlafen, und oben bei dem Throne lag der König und die Königin. Da ging er noch weiter, und alles war so still, dass einer seinen Atem hören konnte, und endlich kam er zu dem Turm und öffnete die Türe zu der kleinen Stube, in welcher Dornröschen schlief. Da lag es und war so schön, dass er die Augen nicht abwenden konnte, und er bückte sich und gab ihm einen Kuss.

Wie er es mit dem Kuss berührt hatte, schlug Dornröschen die Augen auf, erwachte, und blickte ihn ganz freundlich an. Da gingen sie zusammen herab, und der König erwachte und die Königin und der ganze Hofstaat, und sahen einander mit grossen Augen an. Und die Pferde im Hof standen auf und rüttelten sich; die Jagdhunde sprangen und wedelten; die Tauben auf dem Dache zogen das Köpfchen unterm Flügel hervor, sahen umher und flogen ins Feld; die Fliegen an den Wänden krochen weiter; das Feuer in der Küche erhob sich, flackerte und kochte das Essen; der Braten fing wieder an zu brutzeln; und der Koch gab dem Jungen eine Ohrfeige, dass er schrie; und die Magd rupfte das Huhn fertig.

Und da wurde die Hochzeit des Königssohns mit dem Dornröschen in aller Pracht gefeiert, und sie lebten vergnügt bis an ihr Ende.

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